
Anna-Lena Theisen
Frau Theisen, was hat Sie bewogen, sich um das Stipendium der Studienbeihilfe zu bewerben?
Meine Motivation für die Bewerbung um das Stipendium ist eng mit meinem persönlichen und beruflichen Werdegang verbunden. Ich bin im Oberbergischen aufgewachsen und habe dort meine Familie, wodurch ich mich der Region bis heute sehr verbunden fühle. Nach meiner Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin in Siegen und meinem derzeitigen Medizinstudium in Bonn ist in mir der klare Wunsch gewachsen, nach Abschluss des Studiums in meine Heimat zurückzukehren. Das Stipendium sehe ich als wertvolle Unterstützung auf diesem Weg und als Möglichkeit, meine persönliche und berufliche Zukunft frühzeitig mit dem Oberbergischen zu verknüpfen. Besonders wichtig ist mir dabei auch der Austausch mit zukünftigen Kolleginnen und Kollegen, den das Stipendium in besonderer Weise ermöglicht.
Welche Möglichkeiten ergeben sich für Sie mit dem Stipendium, die Sie ohne nicht hätten?
Die finanzielle Unterstützung durch das Stipendium gibt mir die nötige Sicherheit, mich im Studium stärker auf die inhaltlichen Anforderungen zu konzentrieren. Der Lernaufwand im Medizinstudium ist hoch, und durch das Stipendium kann ich meine Nebentätigkeit reduzieren und meine Zeit gezielt in Studium und praktische Ausbildung investieren. So habe ich die Möglichkeit, mich intensiver mit klinischen Inhalten auseinanderzusetzen, auch im Rahmen von Zusatzkursen in meiner Freizeit, und bewusst Erfahrungen zu sammeln, die mich auf eine spätere hausärztliche Tätigkeit vorbereiten.
In welchem Semester studieren Sie und wie sehen Ihre Pläne für Ihre weitere berufliche Zukunft als Ärztin aus?
Ich studiere derzeit im fünften Semester Humanmedizin. Nach dem Studium plane ich die Weiterbildung zur Fachärztin für Allgemeinmedizin. Meine vorherige Ausbildung in der Pflege hat meinen Blick für die Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten nachhaltig geprägt, und diese Perspektive möchte ich auch in meine spätere ärztliche Tätigkeit einbringen. Langfristig ist es mein Ziel, als Hausärztin tätig zu sein und Menschen über viele Jahre hinweg kontinuierlich medizinisch zu begleiten und zu unterstützen.
Was macht für Sie eine Tätigkeit als Hausärztin im Oberbergischen attraktiv?
Das Oberbergische ist für mich mehr als ein Arbeitsort, es ist meine Heimat. Eine hausärztliche Tätigkeit in dieser Region bedeutet für mich, medizinische Verantwortung dort zu übernehmen, wo ich die Menschen und ihre Lebensumstände kenne. Gerade in ländlich geprägten Regionen schätze ich die Möglichkeit, langfristige Arzt-Patienten-Beziehungen aufzubauen und als konstante Ansprechpartnerin zur Verfügung zu stehen. Die Nähe zu meiner Familie gibt mir zusätzlichen Rückhalt und macht eine langfristige Tätigkeit im Oberbergischen für mich sowohl beruflich als auch persönlich besonders attraktiv.