
Däni Lachmann
Herr Lachmann, was hat Sie bewogen, sich um das Stipendium der Studienbeihilfe zu bewerben?
Meine Verbundenheit zum Oberbergischen Kreis begleitet mich seit meiner Kindheit. Hier bin ich geboren, aufgewachsen und arbeite seit über zwölf Jahren im Rettungsdienst. Der Wunsch, eines Tages auch ärztlich in meiner Heimatregion tätig zu sein, besteht schon seit vielen Jahren, weshalb ich dieses Ziel konsequent verfolge. Durch meine Tätigkeit als Notfallsanitäter erlebe ich die medizinische Versorgung vor Ort aus nächster Nähe und kenne sowohl ihre Stärken als auch ihre Herausforderungen. Das Stipendium verbindet damit meine persönliche Lebensgeschichte mit meinem beruflichen Ziel, langfristig hausärztlich im Oberbergischen Kreis tätig zu sein – eine Verbindung, die ich als besonders passend empfinde.
Welche Möglichkeiten ergeben sich für Sie mit dem Stipendium, die Sie ohne nicht hätten?
Das Stipendium schafft für mich mehr Planungssicherheit während des Studiums und ermöglicht es mir, meine Arbeitszeit im Rettungsdienst weiter zu reduzieren. Dadurch gewinne ich wertvolle Zeit für Studium, praktische Ausbildungsabschnitte und fachliche Weiterentwicklung. Gleichzeitig stärkt es meine langfristige Bindung an die Region und erlaubt mir, mich gezielt auf eine spätere hausärztliche Tätigkeit im Oberbergischen Kreis vorzubereiten. Ich empfinde diese Unterstützung als großes Privileg und als Ausdruck des Vertrauens in meinen beruflichen Weg.
In welchem Semester studieren Sie und wie sehen Ihre Pläne für Ihre weitere berufliche Zukunft als Arzt aus?
Ich studiere aktuell im 9. Fachsemester. Mein berufliches Ziel ist es, nach dem Studium die Weiterbildung in der Inneren Medizin oder Allgemeinmedizin zu absolvieren und mich anschließend als Hausarzt im Oberbergischen Kreis niederzulassen. Durch meine langjährige Erfahrung im Rettungsdienst weiß ich, wie wichtig eine breit aufgestellte, patientennahe und verlässliche medizinische Versorgung ist - genau in diesem Bereich sehe ich meine berufliche Zukunft. Eine ganzheitliche und präventive Medizin leistet dabei einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheit unserer Gesellschaft, und ich freue mich, künftig Verantwortung in diesem Bereich zu übernehmen.
Was macht für Sie eine Tätigkeit als Hausarzt im Oberbergischen attraktiv?
Der Oberbergische Kreis verbindet für mich Heimat, Verantwortung und medizinische Herausforderung. Besonders im ländlich geprägten Raum ist der Hausarzt oft erste Anlaufstelle und langfristiger Begleiter für Patientinnen und Patienten. Diese kontinuierliche, vertrauensvolle Betreuung über Jahre hinweg empfinde ich als besonders wertvoll. Gleichzeitig kenne ich die Versorgungsrealität der Region aus meiner Tätigkeit im Rettungsdienst sehr gut. Das motiviert mich zusätzlich, aktiv zur wohnortnahen medizinischen Versorgung beizutragen.