
Theresa Markus
Frau Markus, was hat Sie bewogen, sich um das Stipendium für Ihre Weiterbildungsassistenz zu bewerben?
Meine beruflichen Wurzeln liegen im Oberbergischen Kreis. Ich lebe seit vielen Jahren hier und habe bereits über einen langen Zeitraum im Rettungsdienst des Oberbergischen Kreises gearbeitet. Dadurch kenne ich die regionalen Versorgungsstrukturen, die besonderen Herausforderungen im ländlichen Raum sowie viele Abläufe und Institutionen bereits sehr gut. Aktuell befinde ich mich in der internistischen Weiterbildung im Krankenhaus am Standort Gummersbach. Mein langfristiges Ziel ist jedoch eine hausärztliche Tätigkeit hier im Bergischen. Das Stipendium stellt für mich eine wertvolle Unterstützung auf diesem Weg dar. Gleichzeitig sehe ich das Stipendium auch als Chance, meine Verbundenheit zur Region zu bekräftigen und aktiv zur langfristigen Sicherstellung der wohnortnahen medizinischen Versorgung beizutragen.
Was macht für Sie die Tätigkeit als Hausärztin im Oberbergischen besonders attraktiv?
Besonders attraktiv ist für mich die Kombination aus einem breiten medizinischen Spektrum und der engen, langfristigen Betreuung der Patientinnen und Patienten. Als Hausärztin begleitet man Menschen oft über viele Jahre teilweise über Generationen hinweg und wird zu einer konstanten Vertrauensperson in gesundheitlichen Fragen.
Durch meine Tätigkeit im Rettungsdienst kenne ich die regionalen Strukturen, Wege und Besonderheiten bereits gut. Die gute Vernetzung innerhalb des Kreises sowie die überschaubaren Strukturen ermöglichen eine effektive Zusammenarbeit zwischen Hausärzten, Fachärzten, Kliniken und weiteren Versorgungsdiensten. Gerade im ländlichen Raum hat die Hausarztmedizin eine zentrale Bedeutung. Die Möglichkeit, hier einen nachhaltigen Beitrag zur medizinischen Versorgung zu leisten und gleichzeitig nah an den Menschen zu arbeiten, macht die Tätigkeit für mich besonders erfüllend.
Gibt es Tipps, die Sie jungen Medizinstudierenden geben würden? Was hätten Sie gerne früher gewusst?
Ich würde jungen Medizinstudierenden raten, früh praktische Erfahrungen fernab des Hörsaals zu sammeln. Insbesondere in unterschiedlichen Versorgungsbereichen auch außerhalb des Krankenhauses. Tätigkeiten im Rettungsdienst, in Hausarztpraxen oder anderen patientennahen Bereichen vermitteln wertvolle Einblicke in den medizinischen Alltag und helfen, die eigenen Interessen besser einzuordnen.
Wie sehen Ihre Pläne für Ihre weitere berufliche Zukunft als Ärztin aus?
Zur Zeit befinde ich mich in der internistischen Weiterbildung im Krankenhaus. Ich möchte diese Zeit intensiv nutzen, um ein breites Spektrum an klinischer Erfahrung und diagnostischer Sicherheit zu gewinnen, die mir später in der ambulanten Versorgung zugutekommen wird. Langfristig strebe ich eine hausärztliche Tätigkeit im ländlichen Raum des Oberbergischen Kreises an.